Hier folgen einige Beispiele, Anregungen, Anmerkungen und Vorschläge zur Asterisk Installation und Konfiguration. Eine umfangreiche Dokumentation findet sich selbstverständlich im VOIP Wiki , allerdings eignet sich dies insbesondere für den Fall, dass man schon recht genau weiss, wonach man sucht. Nicht zu vergessen die README Dateien in den Source Archiven und die Hilfe Funktion des Asterisk Command Line Interfaces.
Das Command Line Interface ( CLI ) bietet einige Hilfsfunktionen zur Konfiguration und Administration von Asterisk. Die hier zu erhaltende Information ist zwar knapp, gibt aber genau die Informationen, die zur installierten Version von Asterisk und den aktuell geladenen Modulen passen.
Für Asterisk gibt es mindestens sechs Module, die für den ISDN Basisanschluss Verwendung finden können. Fünf davon sind in einer Übersicht der ISDN Module aufgeführt. Es fehlt chan_modem, das historisch betrachtet erste Modul, welches inzwischen obsolet ist. Die Entscheidung für eines der Module muss zusammen mit der Auswahl der entsprechenden ISDN Hardware getroffen werden.
Beim ISDN Basisanschluss hat man einen D-Kanal und zwei B-Kanäle pro Anschluss. Für die ersten ISDN Anschlüsse in Deutschland wurde das D-Kanal Protokoll 1TR6 eingesetzt. Schon seit längerem wird für neue Anschlüsse das Euro-ISDN-Protokoll DSS1 (Digital Signaling System 1) verwendet. Den Basisanschluss gibt es als Mehrgeräteanschluss (Point-To-MultiPoint) und als Anlagenanschluss (Point-To-Point). Bei einigen ISDN Karten ist es möglich die Karte bzw. einzelne Ports der Karte wahlweise im TE-Mode oder im NT-Mode zu betreiben. Eine Karte im NT-Mode (Network Termination) stellt einen internen S0-Bus zum Anschluss von ISDN Endgeräten zur Verfügung. Eine Karte im TE-Mode (Terminal Equipment) wird für die Verbindung zum externen Telefonnetz benötigt.
Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher ISDN Karten. Diese eingnen sich mehr oder weniger gut zum Einsatz mit Asterisk. Karten bzw. Kartentypen, die ich bisher mit Asterisk eingesetzt habe, hier in einer Übersicht.
Im Festnetz einiger Telefonanbieter sind Empfang und Versand von Textnachrichten möglich. Diese Nachrichten werden als SMS bezeichnet und können wie die bekannteren Mobiltelefon SMS verwendet werden. Technisch sind die Festnetz SMS jedoch völlig anderes realisiert, sodass man bei der Verwendung des Begriffes SMS etwas aufpassen muss. In mehreren Länderen wird SMS Versand entsprechend ETSI ES 201 912 angeboten. Die Nutzung von Festnetz SMS ist insbesondere für Kunden der Deutschen Telekom möglich. Um Nachrichten tatsächlich als Text zu empfangen ist eine (kostenfreie) Anmeldung erforderlich.
Modulation mittels Frequency Shift Keying (FSK) wird für die digitalen Textnachrichten verwendet. Der entsprechende deutsche Begriff ist Frequenzumtastung . Das entstehende Signal kann über analoge oder ISDN Verbindungen übertragen werden. Am ISDN Anschluss ist also ein B-Kanal für die Datenübertragung erforderlich. Insbesondere für Kunden der Deutschen Telekom gibt es eine SMS Dokumentation im PDF Format.
Die Textnachrichten werden zwischen einem Endgerät und einem Short Message Service Center (SMSC) ausgetauscht. Die verlinkte Beschreibung bezieht sich auf den Mobilfunk, aber die Funktion des SMSC ist jeweils die gleiche. Asterisk kann sowohl als Endgerät, als auch als SMSC arbeiten.
Konfiguration Asterisk SMS und Anmeldung zum Empfang von Textnachrichten.
Weitere Dokumentation zur SMS Applikation und zu smsq in der SMS command Dokumentation auf voip-info.org.
Mit Yaps (Yet Another Pager Software) können ebenfalls SMS in Mobilfunknetze gesendet werden, dies hat jedoch nichts mit Festnetz SMS zu tun. Verfügar ist unter anderem eine Beschreibung zur Yaps Konfiguration in Deutsch.
Letzte Änderung: 11.11.07 18:39 CET